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Alle Fakten sprechen gegen eine kostspielige Realisierung der Rheinbrücke

Mittwoch, 25. Januar 2017, Aktuelles

Alle Fakten sprechen gegen eine kostspielige Realisierung der Rheinbrücke

Mit deutlich ablehnender Haltung hat der SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, Marius Weiß, Stellung in der heutigen Debatte im Hessischen Landtag um eine mögliche Rheinbrücke im Rheingau bezogen. Auf Antrag der FDP-Fraktion wurde zum wiederholten Mal die Rheinquerung thematisiert. „Täglich grüßt das Murmeltier. Inzwischen kann man schon die Uhr danach stellen, wann zum nächsten Mal die Rheinbrücke im Landtag thematisiert wird, obwohl bereits alle Fakten, die gegen eine Realisierung dieser Brücke sprechen, bereits auf dem Tisch liegen“, sagte Marius Weiß am Mittwoch im Hessischen Landtag.

 

„Sehr viele Argumente sprechen gegen dieses kostspielige Verkehrsprojekt“, betonte Weiß. Dabei sei der hohe finanzielle Aufwand nur ein wesentlicher Aspekt neben vielen weiteren Punkten. „Wir sind klar gegen eine Rheingau-Autobahn, die sehr wahrscheinlich neue Verkehrsprobleme hervorruft, statt vorhandene Probleme zu lösen. Die Bundesstraße B42 ist schon sehr stark befahren und eine Rheinbrücke würde die verkehrlich prekäre Situation im Rheintal weiter verschärfen“, so der SPD-Abgeordnete. Außerdem sei laut Weiß die Rheinbrücke aus naturschutzfachlicher Sicht außerordentlich kritisch zu beurteilen. „Neben den vielen verkehrstechnischen Gesichtspunkten gibt es vor allem auch viele umweltverträgliche Aspekte, die gegen diese Realisierung sprechen. Sowohl die angrenzende Bebauung, als auch die besonders zu schützenden Uferbereiche lassen eine Rheinquerung kritisch bewerten“, sagte Weiß.

 

Deutliche Kritik äußert der SPD-Landtagsabgeordnete in Richtung CDU-Fraktion. „Auffällig ist schon, dass zum wiederholten Mal die Rheingauer CDU-Abgeordnete Petra Müller-Klepper es anscheinend für nicht notwendig erachtet, selbst zu einem so wichtigen regionalen Thema ihres Wahlkreises zu sprechen“. Nicht nur die CDU-Abgeordnete Petra Müller-Klepper sticht bei dieser Debatte besonders heraus, sondern auch ihre Parteikollegen Peter Beuth,  Werner Koch und Ingmar Jung. „Alle vier CDU-Abgeordneten haben in ihrer Funktion als Kreistagsabgeordnete im  Rheingau-Taunus-Kreis noch vor wenigen Wochen die Rheinbrücke gemeinsam mit der AfD-Fraktion beschlossen. Obwohl der zuständige Verkehrsminister Tarek Al-Wazir für die Landesregierung und damit auch für die vier CDU-Politiker der Brücke eine Absage erteilt hat“, so Weiß.