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Nachtflüge am Flughafen Frankfurt - Minister Al-Wazir als hilfloser Zauberlehrling

Dienstag, 17. Oktober 2017, Frankfurter Flughafen

Nachtflüge am Flughafen Frankfurt - Minister Al-Wazir als hilfloser Zauberlehrling

Am Flughafen Frankfurt wird regelmäßig gegen das Nachtflugverbot verstoßen, das den Anwohnern ab 23 Uhr Ruhe verschaffen soll: Allein im September sind 110 Maschinen nach 23 Uhr in Frankfurt gelandet. Eine entsprechende Aufstellung der Stadt Neu-Isenburg hat das hessische Verkehrsministerium gestern bestätigt.

 

Auffällig dabei: 39 der 110 Nachtlandungen entfielen auf Flugzeuge des Billiganbieters Ryanair.

 

Der Luftfahrtexperte der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Marius Weiß, kritisiert die Zahl der Nachtflüge und macht Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) für den nächtlichen Fluglärm verantwortlich: „Es ist bekannt, dass die Umläufe bei den Low-Cost-Carriern extrem knapp getaktet sind. Und es ist auch bekannt, dass solche knappen Taktungen zwangsläufig dazu führen, dass Flüge verspätet abheben und landen. So kann es nicht überraschen, dass Ryanair-Flüge, die planmäßig um 22.45 Uhr landen sollen, regelmäßig erst nach 23 Uhr in Frankfurt ankommen und die Nachtruhe stören. Die permanente Verspätung ist im System der Billigfliegerei die Normalität, nicht die Ausnahme. Das hätte der Verkehrsminister wissen müssen, als er Ryanair an den Flughafen Frankfurt gelockt hat. Jetzt steht ausgerechnet der grüne Minister Al-Wazir da wie der traurige Zauberlehrling, der die Geister, die er rief, nicht mehr zähmen kann. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Landungen nach 23 Uhr keine Ausnahmen sind, sondern eine geplante Normalität. Die Anwohner des Frankfurter Flughafens haben ein Recht darauf, wenigstens zwischen 23 Uhr und 6 Uhr vom Maschinenlärm verschont zu bleiben. Und es ist die Aufgabe des verantwortlichen Verkehrsministers, dieses Recht auf Nachtruhe durchzusetzen.“