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Schwarz-grüne Wirtschaftspolitik versagt beim Konflikt zwischen Fraport und Lufthansa

Mittwoch, 28. Juni 2017, Frankfurter Flughafen

Schwarz-grüne Wirtschaftspolitik versagt beim Konflikt zwischen Fraport und Lufthansa

Auf Antrag der SPD hat der Hessische Landtag über den Luftverkehrsstandort Frankfurt debattiert. Der flughafenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Marius Weiß, sagte dazu am Mittwoch im Plenum: „Wir freuen uns, dass wir die beiden starken Unternehmen Fraport und Lufthansa am Standort Frankfurt haben. Wir bedanken uns bei den zehntausenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die die beiden Unternehmen zu Eckpfeilern der hessischen Wirtschaft machen. Dennoch machen wir uns auch Sorgen über den Zustand der Partnerschaft von Lufthansa und Fraport. In der Auseinandersetzung zwischen den beiden Unternehmen kam es Mitte Juni zu einem vorläufigen Höhepunkt mit der Entscheidung der Lufthansa, 5 ihrer A380 von Frankfurt nach München zu verlegen.“

 

Es sei selbstverständlich Aufgabe des Managements, der Vorstände und der Aufsichtsräte, solch einen Konflikt erst gar nicht entstehen zu lassen, oder zumindest schnell wieder beizulegen. Es sei aber unstreitig auch Aufgabe der Politik, dass ihr Mögliche für dieses Ziel zu tun, erst recht bei der Bedeutung der Unternehmen für den Standort und bei den Einflussmöglichkeiten den das Land als größter Anteilseigner der Fraport habe.

 

„Die Wirtschaftspolitik dieser schwarz-grünen Landesregierung hat in diesem Fall komplett versagt. Ministerpräsident Bouffier hat dieser Entwicklung tatenlos über Monate zugesehen. Dann hat er in einer Showaktion das Top-Management antanzen lassen wie die Schuljungen beim Rektor, der Erfolg war jedoch gleich Null, wie man heute sehen kann. Der Wirtschaftsminister äußert lediglich, dass er gerne vermitteln würde, wenn Lufthansa und Fraport ihn fragen würden. So kann man Untätigkeit auch umschreiben“, sagte der Flughafenexperte.

 

In Anbetracht dieses Versagens der schwarz-grünen Landesregierung brauche man eine „Allianz für das Drehkreuz Frankfurt“. Ähnlich wie bei der „Allianz für Lärmschutz“, mit der im Jahr 2012 auf die Proteste wegen der neuen Landebahn reagiert worden sei, brauche es heute eine Allianz aus Politik und Luftverkehrswirtschaft, die ein breites Bündnis für die Zukunftsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Frankfurt bildet. „Wie kann der Flughafen auf das veränderte Kunden- und Marktverhalten reagieren? Wie kann der Flughafen in Frankfurt am Wachstum der Preisbrecher in Europa teilhaben, ohne seine angestammten Netzwerk-Gesellschaften zu vergrätzen und ohne gute Arbeitsplätze zu gefährden? Wie kann er sich im Wettbewerb der Hubs behaupten und seine Drehkreuzfunktion stärken? Das sind Fragen, auf die Schwarz-Grün allein keine Antworten hat“, so Weiß.