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Verkehrsminister Al-Wazir hat Ryanair den schwarz-grünen Teppich ausgerollt und offenbart jetzt seine Hilflosigkeit

Dienstag, 09. Januar 2018, Frankfurter Flughafen

Verkehrsminister Al-Wazir hat Ryanair den schwarz-grünen Teppich ausgerollt und offenbart jetzt seine Hilflosigkeit

Laut einem heutigen Bericht in der Frankfurter Rundschau halte sich die Fluggesellschaft Ryanair auch im neuen Jahr nicht durchgängig an das Nachtflugverbot. Es wird berichtet, dass sich das Ministerium nun die Flugpläne von Ryanair zu Überprüfung geben habe lassen.

 

Der flughafenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Marius Weiß, sagte dazu am Dienstag in Wiesbaden: „Ich bin davon überzeugt, dass das Reißen der 23-Uhr-Grenze bei Ryanair System hat. Die Politik der Billigairline ist darauf ausgerichtet, die gesetzlichen Rahmenbedingungen vollständig auszureizen. Dieses systematische Vorgehen lässt sich aber wahrscheinlich nicht nachweisen – so dass die nachträgliche Überprüfung der Flugpläne nur ein hilfloser Versuch von Minister Al-Wazir ist, von den eigentlichen Problemen, die er selbst erst mit verursacht hat, abzulenken. Die Landesregierung hat Ryanair erst den schwarz-grünen Teppich ausgerollt. Ministerpräsident Bouffier und Verkehrsminister Al-Wazir tragen ganz persönlich Verantwortung für die Ansiedlung von Ryanair in Frankfurt. Es hätte mehrere Möglichkeiten gegeben, die jetzige Situation zu verhindern.“

 

Die Landesregierung hätte von vornherein auf die Politik und Entscheidung der Fraport einwirken müssen, die die Ansiedlung von Ryanair ermöglicht habe. Darüber hinaus hätte Minister Al-Wazir selbst die Ansiedlung über die Entgeltordnung verhindern können. All das sei ausgeblieben. „Auch eine Vorabüberprüfung der Flugpläne von Ryanair hat der Minister versäumt. Man hätte hierbei auf die Erfahrungen der ansässigen Airlines zurückgreifen können, die bereits seit 2011 mit dem Nachtflugverbot operieren und es überwiegend einhalten“, so der Flughafenexperte.

 

Nun wolle der Minister mit der Überprüfung davon ablenken, dass er diese Situation mit verursacht habe und offenbare damit gleichzeitig seine Hilflosigkeit.

 

„Wir bleiben dabei: Ryanair ist weder für die fluglärmgeplagten Anwohner noch für die Beschäftigten der Airline und der Beschäftigten am Flughafen vorteilhaft“, bekräftigte Weiß.