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Frisch gekürter SPD-Landtagskandidat Marius Weiß zeigt Kampfeslust

Freitag, 22. Februar 2013, Wahlkreis

Soeben haben ihn 64 von 66 anwesenden SPD-Mitgliedern mit überwältigender Mehrheit erneut zum Kandidaten für die Landtagswahl am 22. September gekürt. Keine Überraschung, weil Weiß der einzige Vorschlag ist. Die Überraschung folgt erst danach: Als einzig vorgeschlagener Ersatzbewerber wird der scheidende Hünstetter Bürgermeister Axel Petri gewählt. Er erhält 60 Ja-Stimmen.

 

„Ich freue mich sehr über diesen großen Vertrauensvorschuss; ich bin überwältigt. Ich nehme dies als eine Verpflichtung, weiterhin Politik mit großem Engagement zu machen, hart zu arbeiten – vor allem auch für den Regierungswechsel in Wiesbaden. Gewinnen macht Spaß und deshalb gewinnen wir am 22. September auch die Wahl in Hessen“, ruft Weiß seinen Genossen in der Autalhalle zu. Ihm zur Seite steht mit dem Hünstetter Bürgermeister Axel Petri einer der bekanntesten Rathaus-Chefs im Kreis. „Ich hätte es nicht gemacht, wenn ich Weiß nicht zutrauen würde, den Wahlkreis direkt gewinnen zu können. Denn diese Landesregierung ist so kommunalfeindlich, wie keine andere vorher“, sagt Petri nach seiner Wahl.

 

Marius Weiß lässt in seiner leidenschaftlichen Vorstellungsrede kein gutes Haar an der amtierenden hessischen Landesregierung. Vor allem die Themen Bildung, Kinderförderung, Energiepolitik und Finanzen nimmt der Idsteiner aufs Korn. „Das sogenannte Kinderförderungsgesetz dient nicht dem Wohle der Kinder, sondern es wird nur nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten erstellt“, wettert Weiß.

 

Die Gruppen in den Kindertageseinrichtungen sollen größer, die Zahl der Erzieher dabei aber nicht aufgestockt werden. Es solle künftig auch fachfremdes Personal eingesetzt werden können. „Eine Ausbildungsoffensive für Erzieherinnen wäre nötig, aber die Landesregierung will ein Gesetz durchpeitschen, mit dem falsche Politik auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.“ Weiß prangert auch die nach seiner Ansicht völlig verfehlte Schulpolitik an. „G8 ist vollkommen gescheitert! Wir werden G8 rückgängig machen in der Mittelstufe, aber für eine flexible Oberstufe eintreten. Dort kann jeder selber entscheiden, wie schnell er zum Abitur will.“

 

Sitzenbleiben müssen sollen die Kinder unter sozialdemokratischer Landesführung auch nicht mehr: „Lieber greifen wir präventiv ein und beschämen die Kinder nicht durch Wiederholung des Schuljahres.“ Als „Sinnbild der Vetternwirtschaft“ verurteilt Weiß die Handlungsweisen des Landes bei der privaten European Business School (EBS). „Es wird gemauschelt, was das Zeug hält.“ Auch bei der Energiepolitik habe die Union die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt und bei den Finanzen völlig versagt. „Seitdem die CDU seit 1999 in Hessen an der Regierung ist, hat sie die Schulden von 20 auf über 40 Milliarden Euro verdoppelt.“ Mehr Schulden, als die SPD in 50 Jahren als hessische Regierungspartei ausgegeben habe. Sein Fazit: „Diese Regierung betreibt eine unseriöse Finanzpolitik.“