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Beuth schmückt sich mit fremden Federn

Montag, 19. November 2012, Aktuelles

Eine Pressemitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Peter Beuth zu einem Förderbescheid über 105.000 Euro an die Hochschule Fresenius in Idstein sorgt bei seinem SPD-Kollegen Marius Weiß für Verärgerung und veranlasst ihn zu einer Richtigstellung. In der Pressemitteilung hatte Beuth verlautbart, dass es sich bei der Förderung um einem „Zuschuss von Landesseite“ und eine „finanzielle Unterstützung seitens des Landes“ handele.

 

„Richtig ist, dass die Mittel zu 100 Prozent aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) stammen, die vom Land nur an die Hochschule durchgeleitet werden. Es ist schon ziemlich frech, sich für einen angeblichen Landeszuschuss feiern zu lassen, obwohl bei dem Fördergeld ist nicht ein einziger Cent vom Land dabei ist!“, ärgert sich Weiß.

 

Der Idsteiner SPD-Abgeordnete freut sich über die EU-Gelder für die heimische Hochschule, sieht sie aber durch die Landesregierung im Vergleich zu anderen privaten Hessischen Hochschulen ungleich behandelt. In einer Kleinen Anfrage hatte er angeregt, dass die Hochschule Fresenius für den Bau ihres Campus die gleiche finanzielle Unterstützung erhalte, wie die European Business School (EBS) für ihren. Die CDU-Wissenschaftsministerin hatte dies mit der Begründung abgelehnt, dass die Hochschule Fresenius „nicht so eine Bedeutung für die Hessische Hochschullandschaft hat, wie die EBS“.

 

„Für die EBS werden insgesamt 100 Millionen Euro bereitgestellt und für die Hochschule Fresenius gibt es über den gesetzlichen Pflichtzuschuss hinaus nicht einen Cent an Unterstützung. Das ist leider die Realität in der Hessischen Hochschulpolitik und zeigt, dass diese Landesregierung keine Ahnung und keine Wertschätzung von und für die Leistungen und die Bedeutung der Idsteiner Hochschule hat“, konstatiert Marius Weiß.

 

„Wenn die eigene Regierung schon so stiefmütterlich mit der einzigen Hochschule in dem Wahlkreis von Herrn Beuth umgeht, dann sollte man etwas demütiger sein und sich öffentlich nicht auch noch mit fremden Federn aus Europa schmücken und die dreist als seinen eigenen Kopfschmuck verkaufen“, spricht Weiß abschließend einen Ratschlag an seinen CDU-Kollegen aus.