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Marius Weiß besucht bei einem „Praxistag Wald“ den Forst in Heidenrod

Mittwoch, 20. November 2019, Aktuelles

Marius Weiß besucht bei einem „Praxistag Wald“ den Forst in Heidenrod

Ziel seines Besuches sei zum einen gewesen, aus erster Hand Informationen über die durch den extrem trockenen Sommer und die damit verbundene Ausbreitung des Borkenkäfers entstandenen Waldschäden zu erhalten und zum anderen etwas über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter von HessenForst und der örtlichen Forstverwaltungen zu erfahren, erläuterte der haushaltspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Marius Weiß, im Anschluss an seinen Besuch der Waldarbeiten.

 

„Was ich gesehen habe, hat mich teilweise sehr bestürzt. In den Wäldern waren dramatische Schäden zu sehen, insbesondere bei den Fichten, bei denen der Borkenkäfer besonders stark zugeschlagen hat. Aber auch Buchen und Eichen haben durch die extreme Hitze und Trockenheit der letzten Sommer gravierende Schäden erlitten. Wenn man sich vor Augen führt, dass allein die Fichte 50% des Holzaufkommens ausmacht, dann wird schnell klar, dass man nicht so einfach auf diese verzichten kann“, führt der SPD-Abgeordnete weiter aus.

 

In Heidenrod gäbe es seit Anfang der 1990er Jahre naturgemäßen Waldbau. Dies mache sich gerade in dieser Situation bezahlt, da es dadurch vermieden werde, dass komplette Kahlflächen im Wald entstehen, erläutert der Landtagsabgeordnete. „Als Haushaltspolitiker bin ich ein Freund der Zahlen und wenn man sich diese für das Revier Heidenrod-Laufenselden mal anschaut, sieht man, dass normalerweise 1.500 Festmeter Holz pro Jahr geerntet werden. In diesem Jahr sind es aber bereits 15.000 Festmeter Holz, also das Zehnfache des Üblichen. Ähnlich sieht es im Revier Kemel-Springen aus, wo im Normalfall 5.000 Festmeter pro Jahr geerntet werden und es jetzt schon gut 30.000 sind“, so Marius Weiß weiter.

 

Diese enorme Steigerung des Holzaufkommens sorge nicht nur für einen starken Preisverfall und dadurch für einen wirtschaftlichen Schaden des Waldeigentümers, in diesem Fall der Gemeinde Heidenrod, die der größte kommunale Waldeigentümer Hessen ist. Die Steigerung des Einschlags erhöhe zudem massiv die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im Forst, stellt Marius Weiß fest.

 

„Ich habe von diesem Praxistag mitgenommen, dass man trotz allem die Fichte nicht ganz abschreiben darf. Vielmehr muss sie in Zukunft dort angepflanzt werden, wo es mehr Wasser gibt, also nicht mehr unbedingt auf den Bergkuppen. Ich werde mich in Zukunft außerdem dafür einsetzen, dass die Arbeit der Forstämter erleichtert wird z.B. durch den nötigen Bürokratieabbau bei der Anlegung von Nasslagern oder beim Abtransport der Stämme. Des Weiteren werde ich dafür kämpfen, dass die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im Forst reduziert wird z. B. indem man eine Verkleinerung der Reviere diskutiert“, so der SPD-Abgeordnete abschließend.